Wolfgang Ohler
"Kein Genre ist vor mir sicher!"
 
 
 

Ich bin gerne mit meinen Erinnerungen zusammen, sie langweilen mich nie, was ich von der Gegenwart nicht immer sagen kann. Bei meinen Erinnerungen fühle ich mich zu Hause und in junger Gesellschaft: mit mir, dem zehnjährigen Lauser und dem sechzehnjährigen Halbstarken. Deshalb ist es Unsinn zu behaupten, Erinnerungen würden uns alt machen, denn junge Gesellschaft hält jung.

(aus "Eine Kamera erinnert sich")

 

Kontakt:

Dr. Wolfgang Ohler

Landauer Straße 108

66482 Zweibrücken

Tel: 06332-40225

email: sowo-echo@gmx.de; wolfgang.ohler@t-online.de

 

 Rückblick 2018

Achtung! Subskription!

Allen Freunden des Echo Verlags Zweibrücken biete ich vorab mein neues Buches "Wer hat Angst vor dem Schnabel der Gans - Geschichten für kleine und große Kinder" in einer Sonderaktion an.

Die Idee zu diesem Buch hatte Nova: Ich sollte die Geschichten aufschreiben, die ich ihr und meinen anderen Enkeln John und Ondine in den letzten Jahren erzählt habe. Es gibt zudem einen aktuellen Anlass: Meine Schwiegertochter Janina hielt sich 2015 in Syrien auf, um eine Reportage über den Bürgerkrieg zu schreiben, und wurde dort von einer Al Nusra Brigade gekidnappt. Sie war zu diesem Zeitpunkt schwanger und brachte in Gefangenschaft nahe Aleppo ihr Kind, unseren Enkel Demian, zur Welt. Bei den "Erzählrunden" mit meinen Enkelkindern haben wir in Gedanken den Jüngsten mit einbezogen. Mutter und Kind wurden 2016 befreit und befinden sich jetzt in Berlin bei meinem Sohn Norman, dem Vater.

Die Geschichten werden den zuhörenden Kindern erzählt, die Fragen stellen und Antworten bekommen; Geschichten aus dem Nachkriegsabenteuerland, einer fernen Welt, wie ich an den Reaktionen gemerkt habe. Die Illustrationen stammen von meinem Schwiegersohn Andrew, Filmemacher aus Los Angeles, jetzt Berlin, Vater der Kinder Nova und John, verheiratet mit Birge, unserer Tochter.

Das Buch hat 120 Seiten und kommt Anfang Juni zum Preis von 8,90 € in den Buchhandel. Der Subskriptionspreis beträgt 8 €; Bestellung bei mir bis 15. Mai 2018 per Email oder Post; Auslieferung frei Haus, gerne mit Signatur und Widmung.

Neu: Im Mai 2019 ist das Hörbuch im Handel

 Leseprobe:

Einmal jedoch haben wir Kinder es tatsächlich getan. Haben auf schlimme Weise unsere Phantasie ausgelebt und blutige Rache geübt, wie man so sagt. Deshalb ist dies eine Geschichte, die eigentlich vergessen werden sollte. Zwar habe ich niemals und niemand versprochen, darüber ewig zu schweigen und keiner Menschenseele davon zu erzählen. Es war vielmehr selbstverständlich, dass diese Tat für alle Zeiten unser Geheimnis bleiben musste. Euch will ich diese Geschichte heute erzählen. Und ich bin überzeugt, dass Kinder wie ihr solche Geschichten besser verstehen als erwachsene Leute, die alles nüchtern und sachlich betrachten. Denn die Welt der Kinder ist reicher als die der Erwachsenen. Kinder schauen in alles hinein, lassen nichts aus, überall ist etwas Neues und das Abenteuer, selbst in einer grünen Glasscherbe, die das Sonnenlicht bricht. Ihr sprecht mit Tieren und Puppen, schimpft mit der Tür, die nach euern Fingern schnappt, überall sind Geheimnisse versteckt, in jedem Ding ein Zauber, und der Vollmond hat ein Gesicht.

 

 9. März 2018, 19 Uhr, Haus PRISMA, Lammstraße, Zweibrücken

Vernissage der Frühjahrsausstellung der Künstlergruppe Prisma. Karl Heinz Hillen ­ist mit Malerei und Grafik einer der beiden Gastkünstler, der andere darf ich selbst sein. Bei mir ist die Angabe des Genres nicht so einfach, da meine Beiträge irgendwo zwischen Text und Grafik angesiedelt sind, sich Anagramm, Wort-rebus, Schütteltext, Satzpuzzle, Wortspiel, Kryptografie, Zeichensprache, Text-Art, Wort-Scherz, Schreibdada...usw. nennen können.
Mein Vorbild ist Christian Morgenstern, der den Versuch unternommen hat, mit Wörtern zu zeichnen: berühmteste Beispiele "fisches nachtgebet" und "die trichter". Seinen Galgenliedern habe ich eine "Galgengrafik gewidmet.
Schon beim Schreiben literarischer Texte ist immer mein Motto gewesen "kein Genre ist vor mir sicher". Und nun also das Experimentieren mit Textgrafik. Dazu noch einmal Morgenstern im Zitat:
"In jedem Menschen ist ein Kind verborgen, das heißt Bildnertrieb...das will auch in der Kunst mit-spielen, mit-schaffen dürfen und nicht bloß bewundernder Zuschauer sein. Denn dieses Kind im Menschen ist der unsterbliche Schöpfer in ihm."
Man kann es auch so sehen: Meine Textbilder sind eine Umkehr der Evolution der Schrift: Ursprünglich waren die Buchstaben kleine Bilder (zum Beispiel in der Keilschrift), die in ihrem grafischen Zusammenhang Inhalt und Sinn ergeben und eine lesbare Aussage machen. Dahin führe ich nun die Sprache wieder zurück: in Wortbilder, die lesbar sind und mit dem Betrachter kommunizieren.

Am Freitag, 6. April 2018, ist die Ausstellung um 19 Uhr für eine Lesung mit dem Motto "die mörderische Kunst" unterbrochen worden. Mit Bärbel Grub-Hapke habe ich gemeinsam die Geschichte "Der Duft der großen, weiten Welt" gelesen, alleine den Monolog "Der König von Laputa" aus meinem gleichnamigen Buch, Michael Dillinger hat zwei eigene Shortstories beitgeragen. Gemeinsam ist diesen Geschichten, dass die schönen Künste auch ganz schön mörderisch sein können. 

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Termine 2019:

Mittwoch, 13. März, 17.00 Uhr, Karlsbergerhof, Homburg-Sanddorf

Buchvorstellung: Bayern an der Blies - 100 Jahre bayerische Saarpfalz (1816 - 1919);        mit meinem Beitrag: Das neue Recht im Kanton: von Dummköpfen und gescheiten Leuten. 

Das Jubiläum war Anlass für eine wissenschaftliche Tagung über das "bayerische Jahrhundert" der Saarpfalz. Die einzelnen Beiträge, die diese Ära aus unterschiedlichen Perspektiven beschreiben, wurden in einem Band zusammengefasst. Mein Referat behandelt den rasanten Übergang des Rechts aus der feudalen Zeit der Herzöge über die Napoleonische Epoche mit ihrem revolutionären Recht bis zur Verteidigung der freiheitlichen Rechtsinstitutionen in der nachnapoleonischen bayerischen Monarchie; mit der letzten Etappe beginnt zugleich der demokratische Vormärz mit den Protagonisten Siebenpfeiffer, Wirth und Schüler.             

Donnerstag, 18. April, 15 Uhr, Gemeinschaftshaus Mörsbach

Kaffee-Lesung bei der Seniorengruppe Mörsbach

Wenn mich Elke Streuber einmal im Jahr zum Seniorentreffen einlädt, komme ich gerne; nicht nur wegen des Kaffees und Kuchens, sondern auch wegen der guten Laune in der Runde. Ich erzähle und lese dann Geschichten in Pfälzer Mundart, meistens von Paul, seiner Freundin Mona, und Bruno, dem Wirt, bei dem wir abends an der Stammtischtheke unsere "Feierowendschöppcher" trinke. Die Kolumne "Do bische platt" mit diesen Beiträgen schreibe ich seit nunmehr zehn Jahren jeden Dienstag für die Rheinpfalz.

Donnerstag, 18. April, 19 Uhr, Lists Landlust, Wattweiler

Geschichten aus dem blauen Hut. Lesung gemeinsam mit Michael Dillinger.       

Michael und ich lesen jede für sich und auch gemeinsam im Dialog Geschichten aus dem gleichnamigen Buch, das wir uns selbst zum 20. Geburtstag unseres Echo Verlags geschenkt haben, ergänzt durch ein paar neuere Stories, die zum Thema passen. Das Buch war eine literarische Revolution, ein siamesischer Zwilling, ein Dreh-Buch, das von zwei Seiten gelesen werden kann. Die beiden Erzählstränge treffen und vereinigen sich in der Mitte: "Zwei Autoren in einem literarischen Haus, eine Wohngemeinschaft, die so eingerichtet ist, dass man sich nicht in der Tür irrt und nicht den Falschen herausklingelt" (aus einem der beiden Vorworte).

Mit diesen Geschichten sind wir Anfang des neuen Jahrtausends als die literarischen Max und Moritz durch die Pfälzer Lande und Städte gezogen und haben für gute Laune gesorgt; mit Geschichten, die zeitlos sind und deshalb immer mal wieder aufgewärmt werden sollen: so zum Beispiel der schon historische Briefdialog zwischen dem Papst und meiner saarländischen Großmutter oder die Fragmente aus dem Leben des Philoktet F., besser bekannt unter seinem klerikalen Namen Zinnocre III.

Freitag, 26. April, 16 Uhr, Jugendbücherei, Hofenfelsstraße

Für die jungen und jüngsten Leser erzähle ich Geschichten aus meiner Kindheit und lese aus meinen Büchern "Wer hat Angst vor dem Schnabel der Gans?" und "Der Himmel ist blau, das Wetter ist schön".

Dienstag, 7. Mai, 19.00 Uhr, Kapelle am Himmelsberg

Schwarzbachblues. Memorialkonzert für Otmar Klein, mit der 2nd Bridge Blues Band.     

Am 16. Mai vor einem Jahr verstarb Otmar Klein. Er hatte im Jahr 2002 die 2nd Bridge Blues Band gegründet, die Jazz- und Blues-Standards mit deutschem Text spielte. 2004 brachte man die erste CD mit dem Titel "Kalte Krieger" heraus. Ich habe die Texte der Songs geschrieben, die Stories aus der "Ami-Zeit" unserer Stadt nach dem Krieg erzählen. Die Band hat in den Jahren danach Mann für Mann die Besetzung gewechselt, nur Otmar blieb die Konstante. Ich habe noch weitere Songtexte verfasst, bis Andi Rumpf zur Truppe stieß und auch diesen Part übernahm. Neben ihm als Gitarrist gehören heute Rolf Lehberger (Gesang), Marc Kambach (Schlagzeug) und Helmut Duden (Bass) der Band an, die inzwischen weitere CDs veröffentlicht hat.

Otmar bleibt in der Zweibrücker Bluesscene unvergessen. Deshalb erinnern wir uns an den wunderbaren Freund und Musiker am 7. Mai mit einem Konzert. Die aktuelle Band wird durch Andreas Peter (Bass,  Gitarre) ergänzt; er gehörte schon zur Urbesetzung. Auch Karin, Otmars Frau, wird singen. Und vielleicht lässt man mich eine Story von der ersten CD erzählen.

Sonntag, 12. Mai, Nachmittag, Herzogplatz

Was ist für dich Heimat? Lesung in zwei Sprachen.

Eingebettet in den Kultursommer Rheinland-Pfalz findet in Zweibrücken alljährlich das zweitägige Straßentheater-Spektakel statt. Das Festival steht immer unter dem aktuellen Motto des Kultursommers – im Jahr 2019 lautet es „heimat/en“. Geboten wird ein dazu passendes buntes Programm aus Straßentheater, Themenmärkten und Musik. Ein Blumenmarkt auf dem Herzogplatz bereichert das Veranstaltungsangebot. Dort werde ich eigene Texte aus meinen Büchern in Dudendeutsch und Pfälzer Mundart lesen. Wir treffen uns an meiner Lesebühne um 14.00 h, 14.45 h und 17.00 h für jeweils eine Viertelstunde.